HDF KINO zu Corona Verordnungen

HDF KINO fordert einheitliche Regelungen und kritisiert
scharf Ungleichbehandlung von Kultur und Gastronomie

Berlin, 23. November 2021. Die Infektionszahlen steigen und Bund und
Länder haben vergangene Woche über den weiteren Fahrplan
entschieden. Der HDF Kino fordert einheitliche Regelungen und kritisiert
scharf die Ungleichbehandlung von Kultur und Kino gegenüber der
Gastronomie und Hotellerie.

Schon seit Beginn der Pandemie hat die Branche immer wieder unter Beweis
gestellt, wie sicher Kino ist, nicht zuletzt durch moderne Belüftungsanlagen
und hohe Sicherheitsstandards. Auch die neue Auswertung von Daten der
Luca-App zeigt, dass nicht Kinos die Verbreitungsorte sind. Zusätzlich leisten
viele Mitglieder einen besonderen Beitrag und bieten freiwillig einen
Wohlfühlabstand zwischen Besuchergruppen in den Kinosälen an oder setzen
Maskenpflicht bis zum Sitz um, wobei dies nicht zwingend erforderlich ist.
Umso unverständlicher ist es, dass nun gerade Kinos erneut benachteiligt
werden.

„Die Kinos haben in den vergangenen Monaten ihr hohes
Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, Kino als sicheren Ort zu
gestalten, mehrfach unter Beweis gestellt.. Es ist nicht nachvollziehbar, dass
gerade Kino und Kultureinrichtungen in einigen Ländern nur unter Einhaltung
sehr hoher Auflagen öffnen dürfen oder komplett geschlossen werden,
Gastronomie und Hotellerie aber von einem Lockdown ausgenommen
werden. Wir fordern hier eine Gleichbehandlung der Freizeitaktivitäten und
kritisieren scharf, dass insbesondere Kinos als nachweislich sicherer Ort
anders behandelt werden als die Gastronomie“, erklärt Christine Berg,
Vorstandsvorsitzende des HDF Kino. „Des Weiteren benötigen wir endlich
eine einheitliche Regelung hinsichtlich 2G in allen Bundesländern. Zudem
stellt sich aus unserer Sicht eine 2G-Plus-Regel als ein Lockdown durch die
Hintertür dar. Die Erfahrungen aus den letzten Monaten haben gezeigt, dass
die Testpflicht ein großes Hemmnis für die Besucher*innen ist. Ein erneuter
Lockdown kann für viele Kinos das endgültige Aus bedeuten.“
Die Forderungen des HDF Kino im kurzen Überblick:

• Planungssicherheit: schnelle Umsetzung der Beschlüsse der
Ministerpräsident*innenkonferenz in allen Bundesländern.
• Kein Lockdown durch die Hintertür durch 2G-Plus-Regel
• Es ist zwingend erforderlich, dass die Auflagen für alle
Freizeitaktivitäten gelten und keine Ausnahmen für einzelne Bereiche gemacht werden. Somit ist nicht nur eine Gleichbehandlung gegeben,
sondern auch flächendeckend eine geringere Verbreitung von COVID-
19 möglich.

Pressemitteilung