FFG-NOVELLE

Das Filmförderungsgesetz (FFG) bildet die Rechtsgrundlage für die Arbeit der Filmförderungsanstalt, deren Ziel es ist, die Struktur der deutschen Filmwirtschaft zu sichern und den deutschen Film als Wirtschafts- und Kulturgut zu stärken”. Das FFG beruht auf dem solidarischen Grundgedanken, dass alle Branchenteilnehmer, die den deutschen Film verwerten, einen angemessenen Beitrag zu seiner Erhaltung und Förderung zu leisten haben.

Es legt die Parameter der sogenannten Filmabgabe fest und regelt die Voraussetzungen und Verfahren der Förderungsvergabe. Die Erhebung der Abgabe ist grundsätzlich befristet, der jeweilige Abgabemaßstab muss spätesten alle fünf Jahre überprüft werden. Das FFG, das zum ersten Mal 1968 in Kraft trat, wird seitdem regelmäßig evaluiert und novelliert. Die aktuelle Fassung ist bis zum 31. Dezember 2021 gültig.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie konnte die grundlegende Evaluation des Abgabessystems und damit das bereits eingeleitete Novellierungsverfahren nicht wie geplant fortgeführt werden. Deshalb soll das FFG nun lediglich um zwei weitere Jahre verlängert werden und ausschließlich rechtlich und förderpolitisch zwingend erforderliche Änderungen vornnehmen.

Der HDF KINO begrüßt unter den gegebene Umständen diese Fokusierung, um sich besser für künftige Fälle von höherer Gewalt zu wappnen. Dies beeinhaltet auch Wege anzulegen, die das Erfolgsmodell der abgestuften Auswertungskaskade über die aktuelle Krise hinwegretten und eine vielfältige und unabhängige Film- und Kinolandschaft in Deutschland bewahren. Konkret fordern wir:

  • die Möglichkeit zur Verwendung von bewilligten Kinoprojektmitteln für unternehmenserhaltende Maßnahmen in Fällen höherer Gewalt

  • die Sicherstellung des Kinofensters für alle in Deutschland gestarteten Filme

Unsere ausführliche Stellungnahme finden Sie hier.