FFG-NOVELLE

Das Filmförderungsgesetz (FFG) bestimmt die Grundmechanismen der deutschen Filmwirtschaft und ist damit auch für deren Erfolg mitentscheidend. Von der Filmabgabe bis zu den Sperrfristen werden für alle Branchenakteure zentrale Bestimmungen festgelegt, die den freien Markt in entsprechende Bahnen lenken und deshalb immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Unbestritten dabei ist, dass die FFA als Spitzenförderung mit wirtschaftlicher Ausrichtung ihre Einnahmequellen sichern bzw. stärken muss.

Die aktuelle Novellierung steht dabei ganz klar unter dem Eindruck einer nun schon mehr als zwei Jahren anhaltenden Pandemie, die auch vor unserer Branche nicht haltgemacht hat. Die Lockdown-Politik hat neben Krisenverlierern gleichermaßen Nutznießer hervorgebracht und viele etablierte Marktmechanismen ins Wanken gebracht.

Ziel der Gesetzesänderung muss deshalb sein, das filmwirtschaftliche Ökosystem wieder in Einklang zu bringen und seine Grundpfeiler erneut in Stand zu setzen. Der HDF KINO appelliert unter dieser Prämisse dafür, auch weiterhin auf die Kraft des Kinos zu setzen. In über 125 Jahren haben Kinobetreiber*innen mehr als einmal bewiesen, wie resilient ihr Geschäftsmodell ist. Zwei Erkenntnisse haben sich durch alle Krisen behauptet: Kino ist nicht nur für die Prosperität der Filmbranche, sondern auch für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft unerlässlich.

In diesem Sinne empfehlen wir, die deutsche Kino(film)landschaft mit Hilfe folgender  Veränderungen zu stärken und freuen uns auf noch mehr magische Kinomomente – made in Germany.

  • Klarer Fokus auf publikumsstarke Kinofilme

  • Transparente Filmabgabe für alle Einzahler

  • Eigene Schwerpunkte bei der Mittelverwendung

  • Automatisierte Kinoförderung

  • Schutzraum für exklusives Kinofenster

  • Schlankere Gremienbesetzung

Unsere ausführliche Stellungnahme finden Sie hier.