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Smart Meter – Das müssen Sie über die intelligenten Stromzähler wissen

Bildquelle: EVB Energie AG

Die letzte Phase der Energiewende wird eingeläutet. Nach der stufenweisen Umstellung auf erneuerbare Energien sowie die massenhafte Verteilung von Solaranlagen und Windrädern, entstehen ganz neue informationstechnische Anforderungen an unsere Stromnetze. Um sowohl das ökonomische als auch das physische Gleichgewicht auf dem Strommarkt zu halten, bedarf es u.a. einer Umstellung auf digitale Stromzähler.

Seit 2017 sollten alle Stromkunden, die mehr als 10.000 kWh pro Jahr verbrauchen, auf digitale Zähler umgerüstet werden.Die erste Stufe der Einführung wurde bereits verschoben. Aktuell werden lediglich moderne Messeinrich-tungen installiert.

Smart Meter: Ein intelligente Messsystem, das aus zwei Komponenten besteht:

1. Moderne Messeinrichtung:
Der sogenannte digitale Stromzähler, der den Verbrauch elektronisch erfasst.

2. Smart Meter Gateway:
Durch Anbindung dieser Kommunikationseinheit wird eine moderne Messeinrichtung zu einem intelligenten Mess-system.

Es kommt derzeit zu Verzögerung bei der Umsetzung. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) konnte noch keine Smart-Meter-Gateways zertifizieren, die die strengen Datenschutzbestimmungen erfüllen. Stichwort: Gläserner Kunde.
Des Weiteren ist die Umstellung auf das Intelligente Messsystem mit erheblichen Kosten auf Kundenseite verbun-den – mit dem Versprechen einiger Anbieter dadurch Strom einsparen zu können. Energie wird aber nicht durch die Nutzung der Smart Meter an sich eingespart, sondern durch Umdenken und eine aktive Änderung des eigenen Verbraucherverhaltens.

Abwarten oder bereits jetzt umstellen?

Noch gibt es keine zertifizierten Smart-Meter Gateways. Des Weiteren bieten Smart Meter noch nicht die Vorteile, die dem Mittelstand derzeit versprochen werden. Dennoch sind derzeit einige Anbieter sehr aktiv im Vertrieb der digitalen Stromzähler.

Was Sie bei den Angeboten beachten sollten, haben wir Ihnen hier zusammengefasst:
Informationspflicht des Messstellenbetreibers:


6 Monate vor Beginn der Installation: Veröffentlichung von Preisblättern mit jährlichen Preisangaben

3 Monate vor dem Einbau: Information mit dem Hinweis, dass Sie Ihren Messstellenbetreiber auch selbstständig wählen können.

- Einsparungen durch individuelle Tarife
Durch Offenlegung der individuellen Verbrauchsstruktur ist es für Versorger durchaus denkbar in Zukunft individu-elle Tarife anzubieten.
Derzeit gibt es aber nur eine Handvoll Versorger, die das tun. Demnach warnen wir vor Versprechungen, die am Ende nicht haltbar sind. Zudem würde sich die Komplexität durch Individualisierung des Tarifsystems für Gewer-bekunden deutlich erhöhen.

- Einsparungen bei Messkosten
Mit der Nutzung des Intelligenten Messsystems kommen auf Verbraucher Mehrkosten für den Einbau und Mess-stellenbetrieb zu. Für die jährlichen Kosten gibt es festgelegte Obergrenzen. Für Kunden mit einem Jahresver-brauch von mehr als 50.000 kWh liegen die Kosten bei 200 Euro. Aber Achtung: Durch die Liberalisierung des Messwesens besteht für Unternehmen auch die Möglichkeit sich Angebote von anderen Messstellenbetreiber ein-zuholen. Entscheiden Sie sich für den freiwilligen Einbau oder für einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber, gelten diese Obergrenzen nicht.

- Einsparungen durch Rückerstattung von Konzessionsabgaben
Diese Versprechen werden derzeit von Vertriebsgesellschaften und wettbewerblichen Messstellenbetreibern einge-setzt, um Kunden zu gewinnen und langfristig zu binden. Die Bedingungen werden allerdings nur von sehr wenigen Gewerbekunden mit einem Verbrauch unter 100.000 kWh, aber sehr hoher Leistungsspitze erfüllt – z.B. Bäcker. Bei Kinobetreibern kann Ampere gerne im Einzelfall prüfen, ob die Bedingungen erfüllt werden.

Fazit
Smart Meter kann helfen ihren Energiekonsum transparenter zu machen. Je nach Service des Messstellenbetrei-bers können Unternehmen selbst ermitteln, zu welchen Zeiten sie wieviel Strom verbrauchen und Konsequenzen ziehen. Inwieweit Kinobetreiber diese Informationen zur gezielten Steuerung des Stromverbrauchs verwenden kön-nen, ist fraglich.
Perspektivisch ergeben sich natürlich technologische Chancen, die zu einer gravierenden Veränderung in der Ener-giewelt führen könnte. Sie können dazu und zu allen anderen Fragen rund um Ihren Energiebezug gerne auf Ihre Energie-Experten bei Ampere zukommen:

Telefon: 030 / 283 933 800
E-Mail:   energie@ampere.de

Ampere AG, Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin


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