HDF-Aktuell

Ermäßigte Besteuerung von Abfindungen bei einvernehmlicher Auflösung des Arbeitsvertrages

Zahlt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer im Zuge der (einvernehmlichen) Auflösung des Arbeitsverhältnisses eine Abfindung, ist in der Regel davon auszugehen, dass der Arbeitnehmer die Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht allein aus eigenem Antrieb herbeigeführt hat. Wäre das der Fall, hätte der Arbeitgeber keine Veranlassung, eine Abfindung zu leisten. Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied:

Die dem Kläger/Arbeitnehmer gezahlte Abfindung stellt eine Entschädigung für entgehende Einnahmen i.S.v. § 24 Nr. 1a EStG dar, die als außerordentliche Einkünfte dem ermäßigten Steuersatz unterliegt. Tatsächliche Feststellungen zu der Frage, ob der Arbeitnehmer dabei auch unter tatsächlichem Druck stand, sind nach dem Urteil des BFH regelmäßig entbehrlich; BFH Urteil vom 13.03.2018, IX R 16/17


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