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Urheberrecht bei Social Media: Was gilt es in den sozialen Netzwerken zu beachten?

Mithilfe sozialer Netzwerke können wir unseren Alltag und Dinge, die uns wichtig sind, mit vielen verschiedenen Menschen teilen. Allerdings beschränkt sich die Verwendung ebendieser Kanäle nicht nur auf Privatpersonen, sondern auch viele Unternehmen machen sich diese direkte Art der Kommunikation zunutze. Schließlich können dadurch Nutzer mit verhältnismäßig geringem Aufwand beispielsweise über bevorstehende Veranstaltungen oder Events informiert werden. Doch was gilt es in Bezug auf das Urheberrecht bei Social Media zu beachten? Und welche Sanktionen können bei einem Verstoß gegen die Vorschriften drohen?

Was fällt unter den Begriff „Social Media“?

Die englische Bezeichnung „Social Media“ lässt sich wortwörtlich mit „soziale Medien“ übersetzen. Dabei umfasst der Oberbegriff verschiedenste Kanäle und Technologien, bei denen die Nutzer miteinander kommunizieren können. Die Verständigung erfolgt dabei unter anderem in Form von Texten, Bildern oder Videos.

In welcher Art und Weise die Nutzer miteinander kommunizieren, hängt nicht selten vom jeweiligen Social-Media-Kanal ab. Wobei diese in der Regel miteinander kompatibel sind und somit eine übergreifende Vernetzung ermöglichen.

Zu den bekanntesten Vertretern zählen vermutlich die sozialen Netzwerke wie z.B. Facebook und Twitter. Aber auch Videoportale wie YouTube und Fotosharing-Plattformen wie Instagram erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Darüber hinaus gehören auch Internetforen und Blogs zu Social Media.

Juristische Aspekte beim Posten und Teilen
Mit nur wenigen Klicks lassen sich in den sozialen Medien Beiträge erstellen, die im Idealfall eine Vielzahl an Nutzern erreicht. Allerdings gilt es bei der Verbreitung von Inhalten grundsätzlich auch die juristischen Rahmenbedingungen zu beachten. Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Urheberrecht.

Demnach dürfen Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst, die den Urheberrechtsschutz genießen, nur mit dem Einverständnis des Schöpfers bzw. Rechteinhabers veröffentlicht, bearbeitet oder verbreitet werden. Dieser Grundsatz hat auch im Internet Bestand und gilt dementsprechend auch beim Teilen sowie Posten in den sozialen Medien.

Daher sollten Nutzer nur Bilder und sonstige Inhalte veröffentlichen, von denen sie der Urheber sind. Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, das Einverständnis des jeweiligen Schöpfers für eine solche Verbreitung einzuholen. Darüber hinaus gilt es beim Teilen von Inhalten auch die ursprüngliche Quelle zu prüfen. So veröffentlichen zum Beispiel die verschiedenen Filmproduktionsgesellschaften häufig die offiziellen Trailer zu kommenden Kinofilmen via Social Media. Das Teilen dieser Videos ist in der Regel zulässig. Anders sieht es hingegen aus, wenn Privatpersonen bestehendes Filmmaterial zusammenschneiden und dieses verbreiten.

Das Urheberrecht räumt dem Schöpfer eines Werkes außerdem das Recht auf Anerkennung seiner Urheberschaft ein. Demnach kann dieser auf eine Namensnennung bestehen. Aus diesem Grund ist im Vorfeld zu klären, wie entsprechende Nachweise aussehen sollen.

Neben dem Urheberrecht gilt es bei den Inhalten in den sozialen Medien aber auch die Persönlichkeitsrechte zu berücksichtigen. So dürfen Fotos, auf denen Menschen zu erkennen sind, nur mit der Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet und veröffentlicht werden. Dieses Einverständnis ist ggf. schriftlich einzuholen.

Was droht bei einem Verstoß gegen das Urheberrecht in den sozialen Medien?
Wer gegen das Urheberrecht bei Social Media verstößt, muss mit weitreichenden Sanktionen rechnen. In der Regel geht eine Urheberrechtsverletzung mit einer Abmahnung samt Unterlassungserklärung einher. Mit diesen außergerichtlichen Schreiben fordert der geschädigte Rechteinhaber Schadensersatz und die Übernahme der entstandenen Anwaltskosten.

Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, gegen die Missachtung des Urheberrechts strafrechtlich vorzugehen. Für Privatpersonen kann die unerlaubte Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren nach sich ziehen. Erfolgt die Urheberrechtsverletzung in einem gewerblichen Rahmen, wirkt sich dies auf das Strafmaß aus. Denn in einem solchen Fall kann eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren drohen.

Darüber hinaus können Verstöße gegen die geltenden Gesetze auch dazu führen, dass die Betreiber der Social-Media-Kanäle den entsprechenden Account sperren. Die investierte Zeit und Mühe wären somit dahin. Daher gilt es vorab gründlich zu überlegen, welche Inhalte veröffentlicht und verbreitet werden.

Weiterführende Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen beim Teilen, Liken und Posten in den sozialen Netzwerken bietet das E-Book „Urheberrecht bei Social Media“, welches kostenlos vom Ratgeberprotal urheberrecht.de zur Verfügung gestellt wird.


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