Auf dem Deutschen Produzententag, der anlässlich der Berlinale-Eröffnung alljährlich stattfindet, betonte Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Bedeutung des Kinos für den Gesamterfolg des deutschen Films. In ihrer Rede zu aktuellen filmpolitischen Entwicklungen nahm sie nicht nur die Produzenten in die Pflicht, das aktuelle Missverhältnis zwischen Investitionen und Ertrag geförderter Filme wieder ein Stück weit in Einklang zu bringen. Sie brach außerdem eine Lanze für klare Regeln zum Schutz des Kulturorts Kino.

„Das Bekenntnis der Kulturstaatsministerin zum Kulturort Kino bedeutet uns sehr viel“, so Dr. Thomas Negele, Vorstandsvorsitzender des HDF KINO e.V. „Sie hat die Wichtigkeit des Kinofensters gerade auch in gesellschaftspolitischer Hinsicht klar erkannt. Wir sind – um mit ihren Worten zu sprechen – kulturelle Tankstellen, die landauf landab Menschen einen flächendeckenden Zugang zum Kulturgut Film ermöglichen. Unsere Leinwände dürfen nicht zur bloßen Werbeplattform von Streaming-Plattformen werden. Gut zu wissen, dass die Politik nicht dem Charme der Netflix-Boys erliegt und unsere Wertevorstellungen gegenüber globalen Unternehmen verteidigt. Neben einer exklusiven Auswertung brauchen die Kinobetreiber*innen aber auch ein zugkräftiges Programm und attraktive Spielstätten. Mit Frau Grütters heutigen Wort im Ohr bin ich überzeugt, dass wir gemeinsam Mittel und Wege finden, diese Ziele zu erreichen.“

Gemeinsam mit Vertretern der Filmwirtschaft will Monika Grütters diskutieren, wie künftig mehr zugkräftige deutsche Produktionen auch mehr Zuschauer ins Kino locken können. Ein Runder Tisch zu diesem Thema soll noch in diesem Halbjahr stattfinden. Parallel soll das im Koalitionsvertrag vereinbarte „Zukunftsprogramm Kino“ mit ersten Maßnahmen anlaufen. Entsprechende Gespräche mit den Ländern will die BKM zügig aufnehmen

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