Angesichts der heutigen Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz warnt der HDF KINO erneut vor den möglicherweise fatalen Auswirkungen auf die Kinowirtschaft: „Der erneute vierwöchige Teil-Lockdown, von dem auch die Kinos betroffen sind, wird weitere Häuser die Existenz kosten. Wir werden dieses Kinojahr mit Verlusten von ca. einer Milliarde Euro (inklusive Concessions) abschließen. Das ist nicht zu verkraften“, sagt Christine Berg, Vorstand HDF KINO.

„Wir haben überhaupt kein Verständnis mehr für das ständige Auf und Ab der ergriffenen Maßnahmen. Seit sechs Monaten arbeiten wir Kinos mit detaillierten Sicherheitskonzepten, großen Räumen, modernen Belüftungsanlagen und ohnehin nur 25 % Auslastungsmöglichkeit. Es gibt weltweit keinen einzigen bekannten Covid-Fall im Kino. Die Kinos übernehmen eine große Verantwortung für ihre Besucher und dennoch nützt ihnen das überhaupt nichts. Wir sind fassungslos.

Mit den Beschlüssen der MP-Konferenz wird eine Branche, die seit über 125 Jahren überwiegend in der Hand von Familienbetrieben liegt, in den Ruin getrieben. Es ist das Mindeste, dass die Politik jetzt denjenigen Wirtschaftszweigen, denen sie erneut die Geschäftsgrundlage entzieht, zumindest bei den Umsatzausfällen stark unter die Arme greift. Die Tücke liegt jedoch im Detail. Aus den Erfahrungen der letzten Monate wissen wir, dass viele Kinobetriebe immer wieder durch sämtliche Förderraster gefallen sind – aufgrund der Zahl von Mitarbeitern, Leinwänden oder weil sie an mehreren Standorten aktiv waren. Das Vertrauen ist enorm beschädigt. Jetzt muss der Staat schnell unbürokratische und transparente Hilfe leisten und alle mitnehmen. Es kommt auf jedes Kino an!“

Pressemitteilung