HDF-Aktuell

20.10.2017

Studie "Ökonomische Bedeutung der Kinobranche in Österreich

Am 19. September 2017 wurde von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) eine beim Institut für Höhere Studien (IHS) in Auftrag gegebene Studie zur ökonomischen Bedeutung der Kinobranche in Österreich vorgestellt. Sie erfasst erstmals landesweit die wirtschaftliche Situation von Kinos in Österreich, differenziert nach Größe, Typus und örtlicher Lage von Kinos und ordnet diesen jeweils Umsatz-Größen und  -Zusammensetzungen sowie Besucherzahlen und deren Zusammensetzung nach Geschlecht und Alter-Zusammensetzung zu. Zudem analysiert sie den Beitrag der Kinobranche zur Bruttowertschöpfung  in Österreich.

Die WKO hat dem HDF freundlicherweise gestattet, interessierten HDF-Mitgliedern die vollständige Studie zugänglich zu machen. Sie steht Mitgliedern dafür im geschlossenen Bereich der Homepage hier zum Download zur Verfügung.

Der HDF prüft derzeit Möglichkeiten der Erstellung einer vergleichbaren Studie für den deutschen Kinomarkt.

Nach dem Ergebnis der Studie erreichen alle Kinos zusammen 81 % der Bevölkerung ab einem Alter von 14 Jahren. 26 % der Kinos in Österreich verfügen über eine Leinwand, 20 % über zwei Leinwände. 60 % der Kinos befinden sich in innerstädtischer Lage in der Nähe von Einkaufsstraßen und Ausgehmöglichkeiten, 40 % der Kinos in peripherer städtischer Lage.

Kinos mit der Lage "peripher / Einkaufszentrum" weisen anteilig den höchsten Umsatz mit alternativem Content aus (10 %). Kommt dort eigene Gastronomie hinzu, steigert dieses zwar den Umsatzanteil aus dem Concessions-Verkauf (29 % statt 21 %), jedoch bleiben die Umsätze aus der Gastronomie mit 2% weit hinter denen aus Kinos im innerstädtischen Bereich (20 %) zurück. Insgesamt ist die Gastronomie die wichtigste Nutznießerin des Kinos.

Dementsprechend unterscheiden sich in Österreich die Motive von KinobesucherInnen zwischen innerstädtischen 1- und 2-Saal-Kinos deutlich von Großkinos in peripherer Lage: Für BesucherInnen letzterer ist die Kombination aus Kino und Gastronomiebesuch oder Einkauf ein signifikant stärkeres Motiv. Die Folge ist, dass Kinos wesentlich auch andere Freizeit-und Konsumbedürfnisse befriedigen, woraus entsprechende Ausgaben generiert werden. Hierzu wird in der Studie der Effekt von Kinos auf andere Wirtschaftszweige beleuchtet und die Bruttowertschöpfung wie folgt zusammengefasst:

„Der ermittelte volkswirtschaftliche Nutzen des Kinos ergibt sich aus den Personal- und Sachausgaben und Investitionen von Kinobetrieben und die dadurch ausgelösten Wertschöpfungsketten bei den Zulieferbetrieben sowie den Ausgaben von BesucherInnen. Die ausgelöste Bruttowertschöpfung betrug 2015 in Österreich insgesamt (direkt, indirekt und induziert) EUR 227 Mio und zusätzlich im Ausland EUR 156 Mio. Darüber hinaus bewirkte der Kinosektor ein Aufkommen von Steuern und Abgaben von insgesamt EUR 86 Mio. das Kino trug in Österreich so zur Sicherung von insgesamt rund 4.500 selbstständigen und unselbständigen Arbeitsplätzen in und außerhalb der Kinobranche bei. Alleine in den Kinos waren im Jahr 2016 laut Angaben der BetreiberInnen 1.444 MitarbeiterInnen ständig beschäftigt.“ (S.3)

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